Üsseri Nanzlicke - Gibidum

Einige Kollegen aus der Trailblazertruppe lagen mir schon lange in den Ohren, dass sie die Tour über die Nanzlicke noch nie gemacht hätten und das nächste Mal unbedingt dabei sein wollten. So fanden wir uns zu fünft an diesem herrlichen Samstag zusammen, um Taten folgen zu lassen.

 

Wir fuhren zu Dritt via Lötschberg nach Brig, wo das übliche Prozedere mit dem Biketransport begann. Der Andrang war enorm, schlussendlich fuhren insgesamt drei Postautos mit zwei Veloanhängern ab. Die Organisation der Postautobetriebe und der Chauffeure vor Ort war einmal mehr super, Wallis eben. 

Die anderen beiden Kollegen waren bereits im Wallis und liessen sich privat auf den Simplonpass fahren.

 

Nachdem die Bikes vom Transportanhänger entfädelt und abgeladen waren, konnte die Tour bei wunderschönem Wetter und angenehmen Temperaturen starten.  

 

Der relativ leichte Aufstieg wurde zügig angegangen. Es kann ja bekanntlich einiges gefahren werden, so dass man in einer guten Stunde oben ist. Hier blies dann aber ein kräftiger Wind, so dass die Jacken übergezogen wurden.

 

Nun war ich gespannt, was meine Kollegen zum folgenden Trail Richtung Fulmoos sagten. Und sie liessen sich nicht lumpen mit ihrer Begeisterung, Fahrspass sondergleichen.

 

Wunderschön zieht sich der Trail dem Hang entlang weit ins Tal hinein, unterbrochen von einer kurzen Gegensteigung. Unterwegs genossen wir noch eine Lektion von Michu, wie man eine nicht mehr funktionierende Vorderbremse mit Kettenspray wieder zum laufen bringt.

Erste der letzte Teil zum oberen Fulmoos war dann ziemlich verblockt und es folgten dann auch noch zwei kleinere Tragstrecken.

 

Panorama über das Nanztal ins Wallis
Panorama über das Nanztal ins Wallis

Am oberen Fulmoos genossen wir eine ausgedehnte Mittagspause in der wunderschönen unberührten Natur.

 

Auf der anderen Talseite trifft man bald auf die Heidosuone, welcher man nun bis zum Gibidumpass folgt. Am Anfang hat es noch ein paar ausgesetzte Stellen, welche besondere Vorsicht erfordern.

 

Dann folgt jedoch der Trail entlang der Suone, Flow bis zum abwinken.

 

Auf dem Gibidumpass angekommen beschlossen wir, den Aufstieg auf den Gibidum auszulassen und dafür bei der Bergstation Giw einzukehren. Statt der Abfahrt über den Alpweg nach Giw wechselten wir nochmals auf einen herrlichen Trail.

 

Nach den kühlenden Getränken und Kuchen nahmen wir die finalen 1'300 Tiefenmeter in Angriff. Über den langen Suonentrail gelangten wir zum Hüoterhüsi und weiter an den oberen Rand des ehemaligen Waldbrandgebiets oberhalb Visp. Der Rest war dann nur noch Fahrspass pur durchsetzt mit steilen kniffligen Kurven und losem rutschigem Untergrund.

 

Im heissen Wallis unten blickten wir beim kühlen Bier auf eine spassige Hammertour unter guten Kollegen zurück, so soll's sein. Danke nochmals allen, dieser Tag mit Euch bleibt mir lange in Erinnerung. Im übrigen stellten wir fest, dass diese Tour fast zu 100% nur aus Trails besteht.

 

38 km, 4h09', 945 hM

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