Camperweekend im Wallis - Tag 2: Weisshorntrail

Wir trafen uns wiederum zum Kaffee und Frühstück in Rotschers Camper, um den Tag so richtig einzustimmen. Ich hatte im Vorfeld die Tour zum Hotel Weisshorn ausgesucht, welche ich bereits einmal machte, damals jedoch mit dem langen Aufstieg von Ayer hoch. Diesmal fuhren wir mit dem Postauto bis zuhinterst ins Tal nach Zinal.

Beim Kaffee in einer sonnigen Gartenwirtschaft verdienten wir uns gleich noch einen Zusätzlichen, weil meine beiden Kollegen dem Kellner sein Garmin wieder anständig zum Laufen brachten.

 

Bei meinen Recherchen sah ich auf der Karte, dass ein relativ breiter Fahrweg von Zinal etwa 600 hM hochführte. Die engen Höhenkurven deuteten jedoch darauf hin, dass es sehr steil sein würde. Und tatsächlich, Rotscher und ich konnten etwa die Hälfte fahren, den Rest mussten wir schieben. Nur Rolf fuhr noch einiges mehr (als Guide bei Lukas Stöckli nicht verwunderlich). Die Aussicht runter nach Zinal und auf die gegenüberliegende Seite zum Sorebois leistete dafür.

 

Und los ging die Trailorgie. In einem stetigen Auf und Ab führt der Trail panoramamässig wunderschön entlang der Waldgrenze, einfach nur geil und der Hammer. Technisch meistens nicht anspruchsvoll, Flow bis zum Abwinken, was will man mehr.

 

Trotz milchiger Bewölkung war es wiederum schön warm und die Stimmung in den goldenen Lärchen fantastisch.

 

Weiter geht's...

 

Panorama mit Matterhorn und Dent Blanche
Panorama mit Matterhorn und Dent Blanche

Bald schon kommt das Hotel Weisshorn in Sicht.

 

Wohl einer der geilsten Bikehöhenwege der Schweiz. Über Tignousa gelangten wir auf weiteren sensationellen Trails nach Chandolin. Leider war hier unbegreiflicherweise kein einziges Restaurant geöffnet und wir mussten uns mit Brunnenwasser begnügen.

 

Schon lange schwärmte ich den beiden vom abschliessenden grandiosen Finale in den Talboden. Durch Steinschlaggebiete, über kleinere Hangrutsche...

 

...und diese kleine Hängebrücke rauschten wir in die Tiefe, einfach nur traumhaft. Auch hier keine technischen Herausforderungen, nur Flow pur.

 

Im unteren Teil mit unendlichen Spitzkehren konnten die Beiden nochmals ihr ganzes Können auspacken.

 

Auf dem Rhonesteg das abschliessende Selfie. Eine Hammertour, nein ein ganzes Hammerwochenende, lag hinter uns und war leider schon wieder vorbei. Es hat irrsinnig Spass gemacht mit Euch beiden, vielen Dank. Und das Ganze abgerundet mit der Camingatmospähre war einfach der Hit.

 

39 km, 4h21', 1'322 Hm

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Sven (Sonntag, 10 November 2019 10:21)

    Einfach nur traumhaft schön zu dieser jahreszeit, wir durften den höhenweg kürzlich als abschluss eines tollen gipfeltages in der gegenrichtung geniessen. Das Val d'Anniviers hat so einiges zu bieten, da war ich sicher nicht das letzte mal.

  • #2

    blackCoffee (Sonntag, 10 November 2019 14:38)

    Schöne Tour! Der letzte Teil kommt mir bekannt vor (von der Tour über den Meidpass).

  • #3

    ROTSCHER (Mittwoch, 13 November 2019 20:30)

    Ja, es war ein perfektes Weekend. Ich habe es voll genossen und bin sofort wieder dabei … ausser der wohl versteckte Motor bei Rolf hat an meinem Ehrgeiz genagt :) … muss wohl über den Winter etwas seriöser und besser trainieren ;)